Die wichtigsten Prager Stadtviertel in der Übersicht

as heutige Prag ist in 22 Verwaltungsbezirke aufgeteilt, von architektonischer, kunstgeschichtlicher und historischer Bedeutung sind aber vor allem die Bezirke Prag 1 und Prag 2, die alle wesentlichen touristischen Ziele auf sich vereinen und in denen sich die jeden Prag-Besucher geläufigen Stadtviertel Altstadt, Josefov, Hradschin, Neustadt und Vysehrad befinden.

Die Prager Altstadt

Die Prager Altstadt (Staré Město) ist dabei das älteste und neben dem Hradschin auch meist besuchte Stadtviertel von Prag. Hier ließen sich im Mittelalter deutsche Kaufleute und einheimische Handwerker nieder. Nach seiner Befestigung um 1234 von Wenzel I. wurde die Prager Altstadt zur Königsstadt erhoben. Vor allem im 14. Jahrhundert setze unter Karl IV. und Wenzel IV. eine rege Bautätigkeit ein. Viele Pfarr- und Klosterkirchen entstanden oder wurden umgebaut und man begann auch mit dem Bau des Altstädter Rathauses. Im Jahre 1784 wurde die Altstadt zusammen mit der Neustadt, Kleinseite und Hradschin zur Stadt Prag vereinigt.

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Das Jüdische Viertel in Prag

Das alte Josefov existiert leider nicht mehr und wenn man über die heutige Pařížská vor zur Moldau schlendert, mit seinen Luxusgeschäften und den etwas steril wirkenden Jugendstil-Prachtbauten zu beiden Seiten der Straße, dann kann man sich beim besten Willen nicht mehr vorstellen, dass hier vor etwas mehr als hundert Jahren noch das jüdische Ghetto mit seinen verwinkelten Gassen, eng verbauten und kaum lichtdurchlässigen Hinterhöfen und Durchlässen bestand. An der Wende zum 20. Jahrhundert erfolgte der komplette Abriss des Viertels, den nur ein paar Synagogen, in Teilen der Alte Jüdische Friedhof und das Jüdische Rathaus "überlebt" haben.

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Die Prager Neustadt

Im Spätmittelalter von Karl IV. gegründet, besitzt die Prager Neustadt mit dem Wenzelsplatz nicht nur das (umstrittene) urbane Shopping-Zentrum, sondern beheimatet auf seinem 3,3 Quadratkilometer großen Areal rund um die Prager Altstadt eine Vielzahl von sehenswerten Bauten aus den verschiedenen Bauepochen. 

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Der Hradschin

Viele setzen auch heute noch gerne das Stadtviertel Hradschin (Hradčany) mit der Prager Burg gleich, obwohl das Viertel wesentlich mehr zu bieten hat als die Burg und den St.-Veitsdom. In seinen Anfängen im 9. Jahrhundert kaum mehr als ein kleiner Herrschaftssitz und umgeben von Wäldern, wuchs im Laufe der Jahrhunderte nicht nur die Prager Burg zum größten Herrschaftssitz der Welt heran, sondern vergrößerte sich die Burgvorstadt von einem eher ärmlichen Ort, der vor allem aus notdürftigen Behausungen der Bediensteten bestand, zu einem reichen Stadtviertel, in dem sich reiche Bürger und der Adel niederließen. Davon zeugen auch heute noch viele Paläste und das reiche Kloster Strahov. Aber auch das Idyllische hat sich noch seinen Platz bewahrt in dem romantischen Viertel Nový Svět.

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Die Prager Kleinseite

Wer sich einmal von den touristischen Strömen der Altstadt und der Prager Burg verabschieden möchte, weil er sich nach etwas mehr Ruhe sehnt, dem sei die malerische Kleinseite mit seinen barocken Kirchen, Adelspalästen, aber eben auch vielen ruhigen Gassen, Gärten und Parks empfohlen. In seinen Anfängen kaum mehr als ein Marktplatz, wurde es 1257 zur Stadt erklärt, die sich damals noch wesentlich von der Altstadt unterschied. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg entdeckte der Adel das Viertel für sich und viele errichteten hier auch heute noch bestehende Paläste, in die dieser Tage vielfach ausländische Botschaften einquartiert wurden.

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