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St.-Niklas-Kirche

St.-Niklas-Kirche

Die erste Fassung der Kirche stammte aus dem 13. Jahrhundert und wurde von deutschen Kaufleuten errichtet. Seine jetzige Form erhielt die barocke Kirche nach den Entwürfen von Kilian Ignaz Dientzenhofer im Jahre 1737. Die Kirche lag ursprünglich nicht direkt am Altstädter-Ring, sondern wurde vom Krenn-Haus, einem größeren Mietshaus, das eine direkt Linie mit dem damals noch vollständigen Nordteil des Altstädter Rathaus bildete, als auch von der nördlichen Begrenzung des damals noch extistierenden alten Judenviertels überdeckt. Die Kirche stand damit in zweiter Reihe und hat seinen freien Zugang zum Ring erst am Anfang des 20. Jahrhunderts erhalten. Vor der Kirche war nur ein winziger Platz, an dem früher ein Geflügelmarkt abgehalten wurde. Somit war auch die ursprüngliche Komposition von Dietzenhofer auf diese beschränkten Sichtverhältnisse ausgerichtet. Das erklärt auch den reichen plastischen Schmuck, der nach Detlef Arens wohl von Ignaz Braun stammt, einem Neffen von Matthias Bernhard Braun, der seinerseits im 18. Jahrhundert einer der bedeutendsten Bildhauer des Barock in Böhmen war.

Ursprünglich war die St.-Niklas-Kirche im Besitz eines katholischen Ordens, bis zur "Revolution von oben" durch den Kaiser Joseph II., der im Jahre 1787 die Aufhebung der Ordensniederlassungen verfügte. Im Jahre 1871 ging die Kirche dann an die russisch-orthodoxe Kirche, um dann 1920 an die neugegründete und hussitisch ausgerichtete tschechoslowakische Kirche übergeben zu werden. Heute finden im Inneren der Kirche Kammerkonzerte statt. Allerdings ist die Akustik nicht besonders gut.



Namensvetterin auf Kleinseite

Ist als Treffpunkt die St.-Niklas-Kirche vereinbart, sollte man tunlichst hinzufügen, welche genau man meint, denn es gibt noch eine Namensvetterin auf der Kleinseite und sollte nicht mit der verwechselt werden.


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