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Die Prager Karlsbrücke

Adresse: Karlův most, 110 00 Praha 1

Wegbeschreibung:

Die Karlsbrücke geht über die Moldau und verbindet die Altstadt (Staré Mesto) mit der Kleinseite (Malá Strana). Kommt man vom Altstädter Ring her, geht man an der Rathausuhr zum kleinen Ring durch, überquert diesen und folgt dann geradeaus der engen und meist überfüllten Straße, der zum ehemaligen Krönungsweg gehört. Dort ist dann der weitere Weg zur Karlsbrücke (Karlův most) ausgeschildert.

Google-Maps:

 

Zur Geschichte der Prager Karlsbrücke

Karlsbrücke in einer historischen Ansicht

Die Karlsbrücke ist der wohl meistbesuchte Anziehungspunkt von Prag. Es gibt kaum einen Besucher dieser Stadt, der nicht diese schönste Verbindungslinie über die Moldau nutzt, der die Altstadt seit jeher mit der Kleinseite verbindet. Doch wenn der Frühling oder der Sommer Einzug in die Goldene Stadt hält, kann das Gedränge, das von Touristen, Andenkenverkäufern, Straßenmalern oder Musikanten ausgeht, auf dieser Brücke schon beängstigende Ausmaße annehmen. Wer sich die Romantik dieses Ortes bewahren oder überhaupt erst kennenlernen will, ist sicherlich gut beraten sich in den frühen Morgenstunden auf den Weg zu diesem malerischen Ort zu machen.

Im Jahre 1118 wird das erste Mal eine Brücke in den Dokumenten erwähnt. Es ist da von einer hölzernen Überführung die Rede, die aber schon 1157 einstürzte. Darum ließ König Vladislav II. nur ein Jahr später ca. 200 Meter entfernt eine steinerne Brücke errichten, die er nach seiner Gattin benannte und von da an Judithbrücke hieß. Im Jahre 1342 kam es durch Hochwasser zu so starken Beschädigungen, dass Kaiser Karl IV. den Bau einer neuen Brücke anordnete. Damit beauftragt wurde der berühmte Baumeister Peter Parler.

Doch die Vollendung zog sich bis ins 15. Jahrhundert hinein. Damit gewann sie aber ihre heutigen Ausmaße. Die von 16 Bogen gehaltene Brücke ist insgesamt 520 Meter lang und 10 Meter breit. Ihr S-förmiger Verlauf ist auf die Weiterverwendung alter Brückenköpfe der Judithbrücke zurückzuführen, neben die man die neuen setzte. An ihren jeweiligen Enden stehen auf der Kleinseite die Kleinseitner Türme und in Richtung Altstadt der Altstädter Brückenturm, die in früheren Jahrhunderten der Verteidigung dienten. Die große Bedeutung der Karlsbrücke erkennt man schon allein darin, dass sie bis ins Jahr 1836 der einzige Übergang über die Moldau war.



Zu unterschiedlichen Zeiten fertiggestellt, stellen die Brückentürme an beiden Enden der Brücke eindrucksvolle Zeugnisse der Baukünste der Renaissance und der Gotik dar.

Zu den Brückentürmen »

Die Brückenfiguren bilden einen wesentlichen Bestandteil und Höhepunkt der Karlsbrücke. Auf der folgenden Seite werden die einzelnen Figuren und ihre Geschichte vorgestellt.

Zu den Statuen der Karlsbrücke »

 


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