Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Prag - Eine Übersicht

Da Prag voller Touristenattraktionen ist, gilt es vorab abzuwägen: Wer nur ein Wochenende Zeit hat, wird dabei anders planen als ein Gast, der eine Woche und länger in der Stadt verweilt. Zum Glück liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander, so dass man auch bei einem begrenzten Zeitbudget viele Sehenswürdigkeiten besuchen kann.

Darum ist diese Empfehlungsseite in verschiedene Blöcke unterteilt: Für den Wochenend- und Kurzbesucher sind eher die klassischen Sehenswürdigkeiten, wer mehr Zeit mitbringt und spezielle Interessen pflegt, findet auch in den anderen Themenbereichen einiges Interessante.

Prager Sehenswürdigkeiten für ein Wochenende - Die "Klassiker"

Der Besuch der Prag-Klassiker gehört zum Pflichtprogramm, sie stehen auch in jedem Reiseführer auf den ersten Seiten. An dieser Tradition wird nicht gerüttelt, zumal sie wirklich lohnenswerte Ziele darstellen. Es sollte einem aber bewusst bleiben, dass Orte wie die Prager Burg, der Altstädter Ring oder die altehrwürdige Karlsbrücke zu den Hochzeiten immer überlaufen sind. Wer also die hier aufgeführten Sehenswürdigkeiten in Ruhe genießen möchte, steht entweder früh auf oder sollte die Reise nach Möglichkeit nicht in den Sommermonaten Juli und August antreten.

Nahezu jeder Prag-Besucher landet früher oder später am Altstädter Ring mit einem Ensemble von aufwendig restaurierten Häusern, seinen Denkmälern und Kirchen. Dieser Platz soll für unseren Wochenendbesuch auch der Ausgangspunkt für einen ersten Besichtigungstag sein. Im Anschluss daran schlendert man über den Boulevard der Pařížská Straße mit seinen Luxusboutiquen in Richtung des ehemaligen jüdischen Viertels (Josefov). Das ursprüngliche Ghetto selber existiert zwar nicht mehr, jedoch haben viele wichtige Bauten wie die Altneu-Synagoge, das jüdische Rathaus oder der alte Judenfriedhof die Komplettsanierung um 1900 überstanden.

Den zweiten Tag kann dann mit einem Besuch der Karlsbrücke beginnen. Man genießt das einmalige Figuren-Ensemble und spaziert danach über die malerische Kleinseite in Richtung Prager Burg. Auf dem größten Burgareal der Welt bilden die drei Burghöfe letztendlich nur Durchgänge zu einem der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt: dem Veitsdom. Darüber hinaus gehören der Alte Königspalast, das Goldene Gässchen und die St.-Georgs-Basilika mit ihrem im romanischen Baustil erhaltenen Inneren zum Pflichtprogramm auf dem weitläufigen Burg-Areal.

Neue Wege in der Architektur um 1900: Jugendstil und Kubismus

Die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert bedeutete in mehrfacher Hinsicht eine tiefe Zäsur in Prag. Gesellschaftspolitisch verlor die deutsche Oberschicht gegenüber den Tschechen an Einfluss und Macht. Städtebaulich wurde mit dem ehemaligen jüdischen Ghetto ein ganzes Stadtviertel abgerissen und neu aufgebaut. Und kulturell entstaubte nun auch die architektonische Moderne über Jugendstil und Kubismus in Teilen das Stadtbild: Während man Jugendstil-Bauten auch in vielen anderen Großstädten noch bewundern kann, ist die kubistische Architektur Prags auf der Welt einmalig und sollte von architektonisch interessierten Besuchern auf jeden Fall berücksichtigt werden.

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Franz Kafka in Prag - Eine Spurensuche

Mit Blick aus dem Fenster deutete Kafka in Kreisbewegungen auf den Altstädter Ring hinunter und resümierte, dass hier sein ganzes Leben eingeschlossen sei. In der Tat: Vom Altstädter Ring aus, kann man in wenigen Minuten viele Häuser besichtigen, in der als Jungen und Erwachsener gelebt hat, aber auch seine Schulen und die Universität. In einem fast noch engeren Radius befanden sich das Kurzwaren- und Galanteriewarengeschäft des Vaters.

Wer natürlich alle wichtigen Plätze Kafkas besichtigen möchte, sollte mindestens einen ganzen Tag einrechnen, viele wichtige Plätze seines Lebens befinden sich allerdings tatsächlich in einem engen Radius rund um den Altstädter Ring und können in die touristische Tour leicht integriert werden.

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