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Franz Kafkas Geburtshaus

Adresse: Náměstí Franze Kafky

Wegbeschreibung:

Vom Altstädter Ring aus geht man links an der St.-Niklas-Kirche vorbei. Dahinter befindet sich das "Namesty Franze Kafky" mit dem Geburtshaus Franz Kafkas.

Google-Maps:

 

Die Geburt Franz Kafkas

Das Geburtshaus Franz Kafkas

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 als erstes Kind von Hermann und Julie Kafka in Prag geboren. Das Geburtshaus befand sich im Grenzbereich von Altstadt und dem damals noch existierenden Ghetto. Der Abriß des alten Judenviertels (Josefov) erfolgte ein paar Jahre später, gegen Ende des 19. Jahrhunderts (siehe auch: Opens internal link in current windowEnde des Prager Judenviertels). Seit dem Mai des Jahres 2000 trägt der Platz vor dem Geburtshaus mit "Namesty Franze Kafky" auch den Namen seines bekanntesten Bewohners.



Das Haus wurde um 1730 von dem Baumeister Ignaz Dietzenhofer erbaut und als Prälatur für die an das Gebäude anschließende St. Niklas-Kirche genutzt. Im Jahre 1897 brannte das mehrstöckige Mietshaus allerdings vollständig ab. Für den Wiederaufbau wurde dann nur noch das Portal mit der darüber liegenden Balkonbrüstung vom ursprünglichen Gebäude weiter verwendet.

Im Erdgeschoss des Hauses befand sich Jahre lang eine ständige Ausstellung zu Leben und Werk des Autors, die aber für den Kenner wenig ergiebig war und als Besonderheit nur ein paar schöne Erstausgaben seiner Werke zu bieten hatte. Heute gibt es an dieser Stelle ein Cafehaus, wo man an schönen Tagen an einem der zahlreichen Tische direkt vor dem Geburtshaus eine Rast einlegen kann.

Herrmann und Julie Kafka zogen hier kurz nach ihrer Hochzeit ein, die am 3. September 1882 im nahe gelegenen Hotel Goldammer gefeiert wurde. Die junge Familie lebte in diesem Haus bis zum Mai 1885. Der wachsende geschäftliche Erfolg Hermann Kafkas ermöglichte der Familie bald den Umzug in Wohnungen, die größer waren und mehr Komfort boten.

Die Gedenktafel

Gedenktafel Kafkas

Erwähnenswert ist noch die 1965 an der Gebäudeaußenseite angebrachte Gedenktafel von Karel Hladik. Die Besonderheit der Büste liegt darin, dass sie Kafkas Seitenprofil zeigt, obwohl dieses auf keiner Photographie zu sehen ist. Man behalf sich daher mit der Physiognomie eines Enkels von Kafkas Schwester Ottla, der nach übereinstimmender Erinnerung von Zeitzeugen eine vergleichbare Nasenbildung besaß.


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Buchempfehlungen zu Kafka und Prag:

Klaus Wagenbach: "Kafkas Prag: Ein Reiselesebuch"

Mit diesem handlichen Buch im Rucksack lassen sich die wichtigsten Plätze vor Ort in Prag besuchen.


Hartmut Binder: "Kafkas Welt"

Detailverliebt und mit einer schier überbordenden Fülle an großartigem Bildmaterial ist dieses Buch etwas für den Leseabend auf dem heimischen Sofa.


 
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