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Das Franz-Kafka-Denkmal

Adresse: Vězeňská 1, 110 00 Praha

Wegbeschreibung:

Wenn man vom Altstädter Ring kommt, geht man die Pařížská entlang bis man rechts in die Široká abbiegt. Die folgt man bis zu einer Verkehrsinsel. Links davon und neben der Spanischen Synagoge befindet sich das Franz-Kafka-Denkmal.

Wie komme ich hier hin? »

Google-Maps:

 

Ein ungewöhnliches Denkmal

Franz-Kafka-Denkmal

Nachdem sich die Stadt Prag in den vergangenen Jahrzehnten doch etwas schwer tat mit einer angemessenen Würdigung des Schriftstellers, änderte sich das mit Beginn des neuen Milleniums: Im Jahre 2000 taufte man den Platz vor dem Geburtshaus in den Namen des Autors um, im Jahre 2003 stellte man dann dieses Franz-Kafka-Denkmal auf und im Sommer des Jahres 2005 wurde dann auch noch das Franz-Kafka-Museum eröffnet.

Anläßlich des 120. Geburtstag wurde die 3,75 Meter hohe und 700 Kilogramm schwere Statue am 4. Dezember 2003 enthüllt, deren Schirmherrschaft die hiesige Franz-Kafka-Gesellschaft übernahm. Sie zeigt Franz Kafka auf den Schultern eines kopf- und armlosen Mannes. Inspiriert wurde der tschechische Bildhauer Jaroslav Róna - der Schöpfer dieser Figur - durch eine Passage aus der "Beschreibung eines Kampfes", einem Frühwerk Franz Kafkas:

"Schon sprang ich mit ungewohnter Geschicklichkeit meinem Bekannten auf die Schultern und brachte ihn dadurch, dass ich meine Fäuste in seinen Rücken stieß in einen leichten Trab"
Franz Kafka "Beschreibung eines Kampfes.

Jaroslav Róna, der heute an der "Akademie der Bildenden Künste in Prag unterrichtet, äußerte sich in einem Interview zur Intention seiner Interpretation:

"Ich bin zu der Auffassung gekommen, dass die Statue eine gewisse innere Spaltung Kafkas widerspiegeln soll. Deshalb bin ich von zwei Figuren ausgegangen und habe danach gesucht, wie ich ihre Beziehung zueinander am deutlichsten charakterisieren sollte. Den Schlüssel dazu fand ich in der Novelle ‚Beschreibung eines Kampfes"
Jaroslav Róna

Die ungewöhnliche Umsetzung des Denkmals wurde natürlich kontrovers diskutiert, erfreut sich aber heute großer Beliebtheit bei Touristen und Kafka-Freunden.



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